Fürth im Ostertal


Von Neunkirchen aus kommend ist Fürth das 2. von 16 Dörfern des Ostertals.
Die Namenspatronin Oster entspringt am Fuße des Weiselberges und fließt auf einer Länge von 28 km durch ebendieses reizvolle Landschaftsschutzgebiet.
Die Gesamtfläche des Fürther Bannes beträgt 9,92 qkm und ist damit der größte der Ostertalgemeinden.
Über das Alter des Dorfes gibt es zu berichten, daß es 1336 zwar urkundlich erwähnt wurde, Schätzungen aber von einer Besiedlung im Jahreszeitraum von 500-800 n. Chr. ausgehen.
Die Ostgrenze des Ortes bildet gleichzeitig zum Ort Breitenbach hin die Landesgenze zu Rheinland-Pfalz.
Der Name wurde vermutlich von dem alt- und mittelhochdeutschen "vurt" oder aber vom neuhochdeutschen "Furt" abgeleitet, was beides bedeutet, daß in einem Gewässer eine flache Stelle war, die die Durchquerung per Fuhrwerk oder zu Fuß ermöglichte.
Im Jahre 1962 (19.06.) erhielt die Gemeinde auf Anregung des bekannten Heimatforschers Kurt Hoppstädter ein eigenes Wappen.

wappen

Es wurde in den Farben blau/gold bzw. blau/silber gehalten, um die einstige Zugehörigkeit zur Grafschaft Saarbrücken/Nassau (1535-1798) anzudeuten.
Der gewellte Schrägbalken stellt die Oster, der glattkantige Schrägbalken die alte Römerstrasse dar.

In der Sparkasse Wiebelskirchen hängt obiges Glasbild.
Es zeigt die Wappen von der Gemeinde Wbk verwalteten Dörfer. von re nach li:
Fürth, Amtswappen, Hangard, 2. Reihe: Münchwies, Lautenbach, Wiebelskirchen

Bis zum Jahre 1895 wurde Fürth (mit Lautenbach, Hangard und Münchwies) von der Bürgermeisterei Ottweiler - Land verwaltet.
Zu der Stadt Ottweiler gab es allerdings eine überaus schlechte Wegverbindung, währenddessen schon eine gut ausgebaute Straße über Hangard nach Wiebelskirchen existierte.
Bereits 1875 gefordert, die Gemeinden Wiebelskirchen, Münchwies, Hangard, Lautenbach und Fürth von Ottweiler zu trennen und zu einem Amtsbezirk Wiebelskirchen zusammenzuschließen.
Jedoch war die Einwohnerzahl der Orte zu gering, um einen eigenen Amtsbezirk zu realisieren, da natürlich auch die finanziellen Mittel fehlten.
Bis 1894 wurden die Bürgermeisterei Ottweiler - Land und Ottweiler - Stadt  in Personalunion verwaltet.
Als der Bürgermeister OTW-Land sein Amt freiwillig aufgab, konnten die beiden Verwaltungen getrennt werden.
Vorübergehend wurden die Dienstgeschäfte von dem Beigeordneten Wern aus Fürth übernommen.
Herr Offerman wurde 1895 zum Bürgermeister OTW-Land gewählt, es erfolgte die Umbenennung auf  "Bürgermeisterei Wiebelskirchen"
Am 01.10.1895 wurden dann auch die Amtsgeschäfte nach Wiebelskirchen verlegt.
Da durch den Bergbau in Wiebelskirchen den Bewohnern der Ostertalgemeinden Lohn und Brot erschlossen wurde, stieg auch die Einwohnerzahl der Gemeinden.
Nach der Gebiets- und Verwaltungsreform im Jahre 1974 gingen die Gemeinden Lautenbach und Fürth wieder zur Keisstadt Ottweiler zurück.

Hier ein kleiner Überblick zur Bevölkerungsentwicklung:
 
 

Jahr Einwohner bewohnte Häuser
1875 703 133
1895 813 ?
1910 ? 158
1963 1612 503
2001 1593 ?


Start  Öffentliches  Historisches  Seltenes  Restauriertes  Natürliches  Verlorenes  Verworfenes  Ausflugsziele  Vereine  Ärgernis  Links  Windiges