Alter Turm
Der alte Turm in Fürth ist der letzte Überrest einerim 15. Jahrhundert erbauten evangelischen Kirche, welche im Jahre 1788 baufällig geworden war und verfiel.
Sie hatte ein steinernes Gewölbe und maß in der Länge 32 Schuh und in der Breite 21,5 Schuh.
Die Höhe des Turmes beträgt ca. 3.20m.
Der Sockel ist dem romanischen Zeitalter angehörend, die beiden Geschosse werden optisch durch ein gotisches Profil abgetrennt.
Es befindet sich an der Ostseite des Turmes eine kleine Tür, die damals direkt zum Kirchenschiff führte.
Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz.Da der Zahn der Zeit so langsam aber sicher seinen Tribut forderte, wurde im Jahre 1986 der Neunkircher Dipl.Ing. Rudolf Birtel mit einer Bestandsaufnahme zum Zwecke der Restaurierung beauftragt. Gleichzeitig erstellte er eine Dokumentation für das Landeskonservatoramt.
Kurze Zeit später (´88) gründete sich der "Heimat und Kulturverein Fürth", welcher als Hauptziel damals die Sanierung des Turmes hatte.
Nur durch immense Eigenleistungen konnte die Sanierung, deren Kosten auf 85.00 DM veranschlagt waren (und sich letztendlich auf 125.000 DM beliefen), durchgeführt werden.
Nachdem der gesamte Glockenstuhl restauriert, die Glocke wieder angebracht, die innere Holztreppe zur Besteigung des Turms erneuert und eine neue, im Stil passende Eichentür eingebaut worden war, fand 1994 der Abschluß der Arbeiten mit einem Turmfest statt.
Zum krönenden Abschluß erhielt das Gemäuer - durch Spenden des Steinbildhauers Hans Menzel und Herrn Birtel ermöglicht - ein steinernes Kreuz auf´s Dach.Heute findet alljährlich ein Turmfest statt, das Turminnere dient einer Bilderausstellung aus "vergangenen Tagen" als Quartier.
Alte Römerbrücke
Etwa im gleichen Zeitraum wie der alte Turm ist auch die sogenannte Römerbrücke erbaut worden.
Sie bekam ihren Namen aber nicht - wie man im ersten Moment vermuten könnte - wegen Erbauung durch die Römer, sondern vermutlich wegen der an dieser Stelle verlaufenden "Römerstrasse" durch das Bachbett.
Sie ist erbaut aus Steinquadern, die gegen die Flußrichtung mit schützenden Wasserbrechern versehen wurden.
Neben der "Alten Brücke" in Saarbrücken ist sie die einzige dieser Bauart im Saarland und steht unter Denkmalschutz.
Bis zum Jahr 1929 wurde das Bauwerk als Geh- und Fahrweg (mit etwa 3,50 m Breite) genutzt, war aber nach der Inbetriebnahme der nebenan erbauten neuen Brücke funktionslos.
Nachdem die neue Brücke im Alter von bereits knapp 70 Jahren wieder abgerissen und neu errichtet werden mußte, wurde auch dies historische Zeitdokument grundlegend saniert.
Heute führt sie die Bevölkerung als Fußweg wieder sicher "iwwer die Bach"
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Archäologische Funde bei Pipeline-Bau
Aufgrund des Anschlusses von Luxembourg an das deutsche Ferngasnetz tangierte eine Wanderbaustelle auch den Ortsteil Fürth.
Es wurde eine 112 km lange Pipeline von Mittelbrunn nach Remich vergraben.
Auf dem Berg zwischen Breitenbach und Fürth an der L289 förderten die Bagger Überreste einer bisher unbekannten römischen Siedlung mit Gräberstätte zutage.
Ein Fundplatz beherbergte einen Brunnen, welcher mit einem Teil eines ornamentverzierten Sandsteinfrieses abgedeckt war.
Es hatte die Größe 1,0 x 0,8 m und wurde in die staatl. Altertümersammlung verbracht.
Hier fanden sich weiterhin einige Abfallgruben sowie mehrere Eisengegenstände, Nägel und Keramikteile.Ein zweiter bedeutender Fund wurde etwa 250 m weiter gemacht.
Gefunden wurde eine Urne sowie eine kleine, rechteckige Steinkiste in Hausform, welcher zur Aufbewahrung des Leichenbrandes diente.
Leider wurde die Grabungsstätte in der Nacht vom 3. zum 4. Februar `99 von Unbekannten geplündert und diese Entdeckungen gestohlen, noch bevor sie von Experten freipräpariert werden konnte.
Somit existieren noch nicht einmal Bilder, da es zum fotographieren an diesem Tag bereits zu dunkel war.
Anhand verschiedener Grabbeigaben konnten die Forscher aber wichtige Erkenntnisse zu Grabsitten und -gebräuchen dieser Zeit gewinnen.![]()
Ältestes Haus im Ort
Das bisher nachweislich älteste Haus in Fürth und vielleicht nicht direkt als solches identifizierbar, befindet sich in der Dorfstr.1.
Die heutige Besitzerin, Frau Heidrun Wern, berichtete, daß bei Verputzarbeiten im Jahre 1928 ein Quaderstein mit Inschrift gefunden wurde.
Als wegen Umbaumaßnahmen 1961 der Stein weichen mußte, mauerte ihn Horst Wern des historischen Wertes Willen in eine Kellerwand wieder ein.
Die Hausbesitzerin ermöglichte es mir freundlicherweise, ein Bild zu machen:
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Die Inschrift des 60x50 großen Steines lautet:
Michel Melchr
hat ano 1617
den 14 mey den
bau gemacht