Die Geschichte der katholischen Kirche

 
 

Erstmals 1336 wurde das Dorf Fürth als Kirchengemeinde mit einem Gotteshaus erwähnt, als Graf Friedrich von Saarwerden es an den Erzbishof von Trier verpfändete.
Das erste katholische Gotteshaus in Fürth war der heiligen Katharina geweiht und stand etwas weiter im Ort auf einer Kuppe. Vom damaligen Kirchengebäude ist heute noch der "Alte Turm" zu sehen, der nach Verfall der Kirche (nach 1750) als Überrest verblieb.
1575 wurde mit Beginn der Reformation (Grafschaft Ottweiler ging an den luth. Zweig des Hauses Nassau-Weilburg) jeglicher katholischer Gottesdienst untersagt und die Katharinenkirche war nun evangelisch.
1680 wurde unter Einfluß des Bischofs von Metz in Ottweiler wieder eine kath. Pfarrei gegründet, zu der u.a. Fürth, Lautenbach und Dörrenbach gehörten. 1802 kamen Fürth und Lautenbach dann zu Breitenbach und wurden erst 1931 wieder nach Ottweiler umgepfarrt.
Der Wunsch nach einem Kirchengebäude im Ort bestand lange Zeit und im Jahre 1869 konnte dann Dechant Anton Hansen den Grundstein auf dem von Johann Recktenwald (Brille Mühl) gestifteten Grundstück legen.
Der Bau der "Michaelskirche" wurde dann gleich wieder wegen des deutsch-französischen Krieges und dem nachfolgenden Geldmangel wieder unterbrochen. 10 Jahre später konnte dann, finanziert durch Spenden und monatlichen Haussammlungen, der Rohbau fertiggestellt werden.
1883 erfolgte in einem weiteren Bauabschnitt der Einbau von Fenstern und die Errichtung eines Turmes (in Form eines Dachreiters) mit 2 kleinen Glocken. Die Einweihung geschah 1901. Gottesdienste wurden ab und zu wöchentlich und fest an den preußischen Feiertagen (hl. Dreikönig, Peter u.Paul..) abgehalten.
Die seelsorgerische Betreuung der Gemeinde erfolgte von Breitenbach aus und die Geldmittel blieben knapp.
Nach jahrelangen Querelen gelang es den kath. Fürthern 1931 wieder zu der Ottweiler Mutterpfarrei zu gelangen.
Nun erfolgte der Anbau einer Sakristei sowie einer Empore.
So konnte 64 (!) Jahre nach Grundsteinlegung ein regelmäßiger Sonntagsgottesdienst abgehalten werden.
Wegen Einsturzgefahr wurde 1966 eine grundlegende Renovierung notwendig. Diese konnte durch provisorische Reparaturen noch bis 1971 hinausgezögert werden.
Von Mai 1971 bis Juni 1974 wurde das Gebäude grundlegend renoviert, Um- und Anbauten erstellt und ist heute in seiner jetzigen Form zu bewundern.

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