Der hannoveranische Schweisshund

Rassemerkmale und Aufgaben des Hannoveraners

Der Schweisshund ist ein Spezialist, dessen Einsatz- und Aufgabengebiet eigentlich nur in eine Richtung geht - dem Auffinden von verletztem und/oder angeschossenem Wild.
Gleichermaßen muß er auch in der Lage sein, das aufgefundene Stück durch Hetzen zur Strecke zu bringen.
Der Einsatz beschränkt sich in der Regel auf die Nachsuche von Hochwild (Rot-,Schwarz-, Dam- oder Muffelwild), wobei er selbstverständlich auch in der Lage wäre, Rehwild oder Hasen und Enten zu finden.
Darauf wird jedoch meist verzichtet, da der kräftige Hund das kleinere Tier ohne große Umstände niederreissen würde, ein unerfahrener Hund könnte dies nun auch mit dem weitaus wehrhafteren Hochwild tun - und den Tod finden.
Ein Interesse an der Fährtenarbeit bekommt er praktisch schon mit in die Wiege , und von gut ausgebildeten Hunden wird von Spitzenleistungen berichtet.
In der Zucht wird neben den jagdlichen Leistungen auch besonderen Wert auf ein funktionstüchtiges Gebäude gelegt.
Im Standart wird ein mittelgroßer, gut bemuskelter und im Rechtecktyp stehender Hund beschrieben. Die typische Farbe variiert von hell- bis hirschrot und gestromt mit dunkler Maske.
Man unterscheidet zwischen einem etwas leichteren und dem schwereren Typ.
Die breite Brustform bietet den Lungen ausreichend Platz, um langdauernde Arbeiten zu verrichten.

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Geschichtliches


Bereits 700 v. Chr. zogen die Kelten - welche ein Jägervolk waren - mit ihren Hunden von Gallien, über Spanien, Italien, Deutschland, den Balkanraum bis nach Südrußland und Kleinasien.
Als erfahrene Jäger bedienten sie sich schon der Hilfe von verschiedenen Hundetypen: dem Segusier als äußerst feinnasigem Aufspürer und den Windhunden, welche die Hetzarbeit übernahmen..
Beim Segusier war bereits - neben der erwähnten - sehr guten Nasenarbeit eine typische Gesichtsform erkennbar: ein charakteristischer, ernster Gesichtsausdruck, welcher durch die Faltenbildung am Kopf zustande kam.
(Auch heute noch zeigen viele typische Vetreter der Nasenspezialisten dieses Merkmal: Bloothound, Basset, Spaniel, bayr. und hannov. Schweisshund)
Diese Hunde erhielten eine große Bedeutung in der Rassegeschichte der Jagdhunde, der italienische Laufhund "Segugio" trägt noch immer die lat. Bezeichnung "canis segusius".
Im deutschen Sprachraum wurde später die Bezeichnung "Bracke" geläufig, was wohl auf die damalige Bärenhetze zurückzuführen ist, denn hier wurden bedächtige, ruhige und natürlich feinnasige Vertreter bevorzugt.
Die bewährtesten Hunde wurden zur Weiterzucht verwendet und als Spürhunde eingesetzt.
In der Blütezeit der Jägerei unter Karl dem Großen hatte sich nun ein Schlag der Leithunde herausgebildet, welche kaum Hetz- und Lautambitionen zeigten.
Der Berufstand des Jagd- bzw Suchhundeführers war seinerzeit hochangesehen, da vom Können des Hundes und seines Führers oftmals der Erfolg der ganzen Jagd abhing.

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