Ein wenig über die Rasse....
Über die Islandspitze gibt es fast keine Rasseliteratur und ich möchte hier auch nichts schreiben, was auf anderen Websites schon zur Genüge veröffentlichet wurde.
Mit der Besiedelung der Insel Island durch germanische Sippen im 7. und durch norwegische Bauern im 8. und 9. Jahrhundert kamen auch deren Hunde mit, die dem Typus des Spitzes entsprachen.
Es waren kleine wendige und ausdauernde Tiere, die bald beim Hüten und Treiben der Schaf- und Pferdeherden unentbehrlich wurden und auch die Aufgabe des Hauswächters und Spielgefährten der Kinder übernahmen.
Das Leben auf der Insel war hart und karg und so entwickelte sich bald dieser eigenständige Schlag des Islandhundes.
Überlebt haben nur die gesündesten Exemplare und was gegen Herr oder Familie die Zähne zeigte, war schnell in Wallhallas Hallen....
Durch eine Staupeepedemie auf der Insel wurde Anfang des 19. Jahrhunderts fast der komplette Bestand dieser Hunde ausgerottet und nur durch ganz wenige Überlebende konnte der Fortbestand gesichert werden.
In der neueren Zeit ging das Interesse an Hütehunden dadurch verloren, das die Weiden durch Zäune abgegrenzt wurden und die Hunde vielfach "nicht mehr gebraucht" wurden.
Die Entwicklung ging soweit, dass fast keine zuchtfähigen Tiere zu finden waren und die heutige Population auf einen ganz geringen Stamm von etwa 7 Tieren zurückzuführen ist.
Das Arbeiten an den Herden erforderte äußerste Ausdauer und Geschick, was uns heute den ihnen eigenen, ganz speziellen Charakter beschert.
Islandhunde sind recht eigensinnig und selbständig, wollen ständig beschäftigt und ausgepowert werden.
Das lautstarke und in den Ohren klingelnde Bellen sollte frühzeitig in vernünftige Bahnen gelenkt werden, sonst ist Krach mit dem Nachbarn garantiert :-)
Hervorzuheben ist seine absolute Menschen- und insbesondere Kinderfreundlichkeit
Die Isi´s sind kluge und aufmerksame Begleiter mit hohem Spiel- und wenig Jagdtrieb, die aber unbedingt beschäftigt werden müssen, da sie sich sonst selbst beschäftigen werden. Und zwar nicht immer zur Freude des Herrchen´s oder Frauchen´s :-)
Was mir besonders gut gefällt, das fast alle Farben und Farbkombinationen erlaubt sind :-)
Eine Besonderheit: Um Zuchttauglich zu sein, müssen an den Hinterläufen Wolfskrallen vorhanden sein, etwas, was man bei anderen Rassen wegen der Verletzungsgefahr nach der Geburt entfernt :-(