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Trotz Vogelgrippe - der Klapperstorch landet bei Wagner´s



Das Finchen ist für Überraschungen immer gut.
Erst der laut Lehrbüchern recht frühe Deckzeitpunkt- und dann der Megaknüller:
Es war am 28 ein schöner Tag und ich hatte die Haustüre offen stehen, d.h. alle anderen Hunde waren mit im Haus. Da ja keine Anzeichen einer bevorstehenden Geburt zu erkennen waren, dachte ich mir nix dabei.
Die anderen erfahrenen Weiber schnüffelten zwar am Finchen rum, aber das ist nicht unbedingt ungewöhnlich...
Auch das Frauchen vom Cumano rief schon erwartungsvoll an und wartete auf die Enkelkinder.
Gegen 14.30 Uhr vernahm ich ein mir nicht unbekanntes Stöhnen, was normalerweise bei den Presswehen zu hören ist.. Aber das Mädel lag mit Unschuldsmiene im Bad vor der Wurfkiste.
Dann stand sie auf und ging auf die Terasse.
Dem Frieden nicht trauend, warf ich einen Blick durchs Küchenfenster, um zu sehen, dass sie recht breitbeing da stand und anscheinend der Meinung war, jetzt einen großen Haufen kacken zu müssen......
Im Schweinsgallop schmiss ich nun alle anderen Hunde raus aus dem Haus (die wollten nicht wirklich !) und verfrachtete die werdende Mama in die Wurfkiste.
Eine Drehung im Kreis, ein Quietschen seitens der Erstgebärenden und schon quäkte auch schon der erste M´ler.
Die Unsicherheit, was denn gerade mit ihr geschieht, war auch sofort mit dem ertönen des kräftigen Stimmchens verflogen.
Noch etwas schusselig aber sehr instinktvoll, versorgte und kuschelte sie das kleine Welpchen, so als wäre es das selbstverständlichste der Welt.
Der zweite Welpe kam eine Stunde später und bis 23 Uhr waren 7 Hundekinder da.
Während der Nacht hat sie noch 2 aus den Rippen gedrückt, so dass wir eine stattliche Wurfzahl von 5 Rüden und 4 Mädchen zu vermelden haben.
Bei einigen kommt schon die Farbe am Näschen durch, so dass ich mit einen gut pigmentierten Wurf rechne.
So und nun genug der Worte, hier die ersten Bilder:


Da liegt´s wie das arme Jesuskind im Dreck...

aber eine Mama mit integriertem Waschlappen sorgt für Abhilfe

Finchen ganz stolz

Baby, 1 Tag alt

Hier sind 7

Das wird ein Prachtkerl !
So gut es anfing, mußte ich mir am Sonntag doch Sorgen um die Hundmama machen, da sie anfing, "anders" zu sein. Vormittags noch alle ok, außer dass sie nicht fressen wollte, hat sie mittags immer noch nicht gefressen und bekam Fieber. Alarmstufe Rot ! Ein Blick in die Dienstliste der Tierärzte liess mich erschauern und mit Antibiotika überbrückten wir den Sonntag. Abends ging es ihr tatsächich wieder besser und sie fraß auch wieder.
Montags dann aber keine weitere Besserung und nun endlich hatte auch mein Doc Dienst. Weitere Medikamentengabe und abwarten war nun angesagt.
Abends liess mich dann ein seltsamer Ton nochmal an die Wurfkiste stürmen, wo ein kleiner Welpi herzerbärmlich plärrte. Er druckste und würgte und beim schreien lief er mehr oder weniger dunkelblau an....Oh weh, bei den vielen SE-Linien hier in Deutschland dachte ich erst einmal das Schlimmste. Betrachtete mir das Würchen ein wenig und konnte dann ewas anderes feststellen: er "mußte" mal. Das Bäuchlein dick aufgebläht und fest, was Anzeichen einer dicken Verstopfung sind.
Da ich auf einer onkologischen Station arbeite und dies sozusagen unser tägliches Brot ist, konnte ich Abhilfe schaffen.
Nun kenne ich mit A....löchern jeder Größe, Form und Farbe aus (nicht lachen, Denise :-)) aber so ein Erstgeborenenpopo war auch für mich eine Herausforderung. Mircroklist hatte ich zur Hand. Allerdings sind die Tuben auf die deutsche Einheitsgröße für den Standartpopo 70 Kilo Erwachsene ausgelegt. Also abgefüllt in eine Insulinspritze und ab in den zappelnden Bobbes. Wirklich begeistert war der Kleine natürlich nicht. Vorne flösste ich ihm noch ein Magentröpfchen ein (bitter wie Galle) und dann noch kräftiges massieren der gepeinigten Bauchregion.
Am nächsten Morgen war alles wieder OK.
Aber die Mama war immer noch nicht hundertprozent. Also nochmal zum Doc, der Ultraschall machte und dann eine hefitge Purpuralsepsis feststellte. Wieder Medikamnete und warten, nun mit dem Damoklesschwert, "wenn es nicht besser wird, müssen wir schlimmstenfalls kastrieren".
Fressen wollte sie gestern eigentlich auch nicht, so dass ich ihr Futter in die Wurfkiste legte und sie diese "säuberte". Welpenmilch ist seit 3 Tagen eigentlich ihre Hauptnahrung.
Heute, den 3.Mai, zeigt sie endlich eine Besserung des Verhaltens, sie kommt mal wieder von sich aus zum schmusen. Ich kann jetzt nur hoffen, dass alles gut geht und mein Finchen mit ihren tollen Qualitäten nicht meiner Zucht verloren geht

1: Mai, trotz ihre Unwohlseins kümmert sie sich prima um die Kleinen

Abends hat sie auch wieder gefressen

Hier sieht man das Scheisserchen mit Bauchweh

Die Babys am 2.Mai

Der schönste Platz der Welt

Welpenmilch für die Mama, das Nest am 03. Mai

Die letzten Bilder in dieser Woche :-)
Ich füttere nun 2 x täglich mit dem Nuckel zu. Sie sind so wuselig, dass sie mir die Flasche mit der klebrigen Milch kurzerhand übers Bein kippten. War ein Gefühl, wie in die Hose gepinkelt :-))

Schaut mal, wo der hinwill.....

Hier kuscheln in der verkleckerten Hose, die noch herrlich nach Milch riecht....

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