Freitagmorgen, 04.03.05. Start zur 17 stündigen Reise nach Tranas am Sommensee.
Die nette Dame der Bahn erklärte mir, wie ich meine vorbestellten aus dem roten Automaten am Bahnhof bekäme...
Erstmal fand ich ihn nicht, er stand etwas versteckt in der Ecke. Dann gab ich die Auftragsnummer ein und starte den Vorgang, an dessen Ende die
Tickets rauskommen sollten. Nach diversen Problemchen kam dann tatsächlich ein Stapel Fahrscheine aus der Kiste und ich konnte meinen Zug Richtung Mannheim
aufsuchen.
Zum Abschied ein schöner Sonnenaufgang in Homburg
Von Homburg nach Mannheim ging es recht beschaulich zu. Außer, dass ich diverse Mitreisende mit meiner mitgeschleppten Hundekiste traktierte, die ich ihnen in engen Abteilen unabsichtlich gegen die
Schienbeine oder über die Füsse donnerte, gabe es nicht interessantes zu berichten.
Die nächste Etappe nach Hamburg dauerte knapp 5 Stunden, die ich meist lesend oder im Halbschlaf verbrachte.
Einfahrt in Hamburger Bahnhof Das Innere machte mich Provinzler schon etwas kribbelig...
Nächste Station war Hamburg - Kopenhagen, 4,5 Stunden Fahrt. Nun bekam ich Angst vor der eigenen Courage, denn außer Saarländisch spreche ich keine Fremdsprache
und was wäre, wenn ich mal etwas Wichtiges wissen müsste... ?
In Puttgarden dann das Meer: für mich Landratte immer wieder ein schöner Anblick:
Blick auf´s Meer Zug in Fähre Ausblick Panoramadeck Richtung Dänemark
In Kopenhagen dann die erste Katastrophe: der vorgesehene Zug ist nicht gekommen, bzw. fuhr er nicht ab.
Wie ein aufgescheuchtes Huhn bin ich mit meiner klappernden Kiste über den Bahnsteig gesaust, auf der Suche nach einer hilfreichen Seele.
Die fand ich in einem netten Schaffner, der mich in einen anderen Zug nach Malmö steckte.
Mit etwas Panik im Bauch, ob jetzt die Verbindungen noch klappen würden, ging es weiter...
In Malmö stieg ich, in Begleitung eines nicht mehr ganz nüchternen Dänen, der meine leere Hundekiste als ideales Transportmittel für seine zahlreichen
Alkoholflaschen ausgewählt hatte, in den Zug nach Stockholm - der dann zufällig der vermisste Zug aus Kopenhagen war ! :-)
Zum Glück hatte der (trotzdem nette) Trunkenbold einen Platz in einem anderen Abteil gefunden und "befreite" mich von seiner Wochenration Carlsberg-Bier.
Der Tag neigte sich dem Ende entgegen und verabschiedete sich mit einem wunderschönen Sonnenuntergang....
Gegen 22 Uhr landete ich in Linköping, um dann nach einer halben Stunde Wartezeit zur letzten Etappe zu starten...
Tranas, dem Ziel meiner Reise.
Irgendwie schien alles zu glatt zu laufen und zum Abschluss eine kleine Aufregung: Der Zug fuhr nicht bis Tranas, sondern nur 3 Orte weiter.
Hätte sie mir das in Deutsch erklären können, hätte ich es auch verstanden... aber wie gesagt - mein Englisch ist für nichts zu gebrauchen.
Ein netter Mitfahrer bemerkte mein Unverständnis und übersetzte mir freundlicherweise, dass die Bahnstationen mit dem Bus angefahren werden würden.
Die Schaffnerin nahm mich an der Zugendstation unter die Fittiche, als sie sah, dass ich zielstrebig in die verkehrte Richtung losmarschierte und setzte mich in den richtigen Bus ;-)
Meine Züchterin, Inger Enderlein erwartete mich bereits und nahm mich überaus herzlich in Empfang. Neugierigerweise war auch die Vorsitzende
des Weissen Schäferhunde-Spezialvereines mitgekommen, so dass ich für die Zukunft sicherlich noch weiter Kontakt halten kann und werde.