Zur Geschichte


Die bekanntesten Rettungshunde waren wohl die Bernhardiner des schweizerischen Klosters San Bernardino, die viele verirrte Menschen über Generationen hinweg vor dem Erfrierungstod retteten.
Der Einsatz solcher speziell ausgebildeten Flächensuchhunde ist bereits vor dem Jahr 1600 schriftlich belegt.

In den Weltkriegen wurden Sanitätshunde (überwiegend Schäferhunde) zum Aufspüren verletzter Soldaten ausgebildet.
Während dieses Einsatzes wurde auch die Anzeigeart "Bringseln" eingeführt, da bei der Verbellanzeige natürlich auch der Feind über die Lage der Soldaten informiert wurde.


In der heutigen Zeit werden für die entsprechenden Einsatzarten "Spezialisten" ausgebildet, d.h. ein Lawinenhund wird praktisch in unmittelbarer Nähe der abgegangenen Lawine angesetzt, der Trümmerhund untersucht einen Trümmerkegel und der Flächensuchhund reviert größere, definierte Gebietsabschnitte durch.

Der Einsatz von Rettungshundeteams kann hilfreich sein bei
- Erdbeben, eingestürzten Häusern nach Explosionen, Zug- und Flugzeugunglücken (RH Trümmer)
- Lawinwnunglücken (RH Lawinen)
- Auffinden von vermißten Kindern, verwirrten Alten, Suizidgefährdeten oder verirrten Wanderern in unübersichtlichem  Gelände (RH Fläche)

Trotz aller technischen Möglichkeiten ist die gut ausgebildete Hundenase ein unverzichtbares Hilfmittel im Katastropheneinsatz.
Wie das Schweizer "Institut für Schnee- und Lawinenforschung" in Davos durch langjährige Studien bestätigt, erhöht der Einsatz von gut ausgebildeten Rettungshundeteams die Lebenschancen der Verschütteten beträchtlich.
Die Hundenase ist in vielen Fällen dem zeitaufwendigen Einsatz von technischem Hilfsmitteln überlegen, da speziell bei Lawinen mit jeder Stunde die Überlebenswahrscheinlichkeit abnimmt.

Im Gegensatz dazu stöbert der auf Fläche trainierte Hund durch sein Einsatzgebiet, um dort praktisch "nicht hingehörende" Gerüche (Menschen) wahrzunehmen und anzuzeigen.
Durch Rettungshundeteams kann der Personal- und Zeitaufwand beim Durchsuchen eines unwegsamen Geländes (z.B. mit einer Suchkette) um ein Vielfaches minimiert werden.
Zusätzlich muß erwähnt werden, daß die Hundenase im Gegensatz zu technischem Gerät witterungs- und geländeunabhängig einsetzbar ist.

Von staatlicher Seite wurde 1968 die Rettungshundearbeit und deren Finanzierung eingestellt.
In den darauffolgenden Jahren organisierte sich der "Bundesverband für das Rettungshundewesen" als größte deutsche Organisation, um diese eigentlich hoheitlichen Aufgaben auf privater Basis weiterzuführen.
Desweiteren engagieren sich motivierte Hundeführer bei Feuerwehren, THW, Deutschem Rotem Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, der Johanniter Unfallhilfe, dem Malteser-Hilfsdienst und einigen kleineren Organisationen mit großem Zeit- und Finanzaufwand dieser Ausbildung.


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