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Die Zossen



Das größte Pferd in unserer Herde ist die Tori-Stute Ulla.
Als Beschreibung ist wohl der Ausdruck mittelschweres Warmblut zutreffend.
Da mein Mann nicht unbedingt zu den Leichtgewichten der Menschheit gehört, und den weniger "blütigen" Exemplaren der Spezies Pferd auch weniger explosives Temperament zugeschrieben wird, war sie für uns die richtige Wahl.



Ahnentafel

Wie so vieles haben wir uns das Reiten im Selbstversuch beigebracht und sind nicht unbedingt die "Reiter vor dem Herrn", doch für die wenigen Ausritte, für die wir Zeit finden, ist das Können ausreichend.
Die Pferde geniessen ab Mitte Mai bis - je nach Witterung - Dezember das Leben auf den knapp 7 ha Weideflächen.
Das führt oft dazu, daß sie, gelüstet es mich mal nach einem Ritt in der Natur, erst einmal das Weite suchen und ich schnaufend und fluchend hinterherflitze.
Der Lerneffekt ist natürlich gewaltig.
Wer mal versucht hat, einen Gaul auf riesiger Wiese zu fangen, weiß, daß es nicht möglich ist, es sei denn, das Tier stolpere und verliert seine Holzbeine.
Ist noch nie passiert. Jedoch war mein Bedarf an frischer Luft meist nach so einer Aktion gedeckt und der Ausritt verschoben.
So hat es sich eingebürgert, daß eine Frischluftübung zu Pferd als Großveranstaltung geplant und der Gaul oft einen Tag vorher schon auf eine Minifläche gestellt wird.
Natürlich ist er vernünftig und läuft dort auch nicht davon.
Ist Ulla denn mal gebändigt, ist das Reiten ein pures Vergnügen.
Die komfortabelste Gangart dieses Tieres ist der Trab.
In den Vorfahren der Tori-Rasse wurden einige Pferde eingesetzt, die auf die Verwendung im Gespann spezialisiert waren und einen guten Trab vorweisen konnten.
Also - kommt die Zosse denn mal in die Gänge und man treibt sie im Trab an, dann ist spürbar, wie sie sich unter einem lang macht und sich ins Zeug legt.
Leider habe ich wenig Gelegenheit, sie anständig zu trainieren und dies zu verfeinern.

Für die Kinder stehen die etwas handlicheren Formate in Ponygröße zur Verfügung.
Die Stute Sonja ist eine ältere Ponydame mit Welsh-Cob und Araberanteil.
Sie ist auch mal von mir zu reiten, da ich wenig Gewicht auf die Waage bringe.
Anfangs lächelte ich ob der etwas geringen Größe der Minizosse (war ich doch das Trampel Ulla gewöhnt)
Wie es aber oft so ist, hat sie mich eines besseren belehrt. Auf einem gemeinsamen Ausritt mit meinem Mann und Ulla war ich sehr beschäftigt damit, die Handbremse zu ziehen.
Erstmal in Fahrt gekommen, erwies sich der Bremsweg mit Sonja recht lang und der Ausspruch "kleine Spinnen haben auch Gift" bestätigte sich mal wieder.
Ansonsten ist sie aber - bis auf das den Pony´s eigenen Wesens - ein unerschrockenes, trittsicheres und gut reitbares Pferdchen.

 
(Die Bilder stammen von der Matschkoppel am Neujahrstag 2003)


Sozusagen mitgliefert bekamen wir ihre Tochter Luna, geboren im Mai 1999, ein Kind der Liebe mit etwas größerem Vater.
Von der Größe hat sie ihre Mutter bereits überholt, wird aber wegen ihres Alters auch noch nicht geritten.
Mit den fohlentypischen Flausen sorgt sie desöfteren schonmal für Aufregung.
Als vierte im Bunde steht bei uns die Stute "Queen". (Photo auf Seite Was....)
Sie ist verkauft, bleibt aber bei uns stehen. Die Mutter ist eine Haflingerstute, der Vater ein Welsh-Cob.
Auch sie hat ein "Gemüt wie ein Fleischerhund" und für jeden Quatsch zu haben.

Da unser Jüngster Sproß Lucas noch recht klein ist, bleibt mir wenig Gelegenheit, dem Reitvergnügen nachzugehen.
Die Anschaffung eines Kindersitzes zur Montage hinter dem Sattel wird mir wohl etwas Freiheit geben, doch erstmal muß die Zosse an die Konstruktion gewöhnt werden.